Smarthome Türstation
So, ich hab lange nichts mehr geschrieben. Die Kachelöfen und Rigips-Wände lassen sich leider nicht so einfach “programmieren”.
Hier aber mein aktuelles Projekt:
Die “Türstation”.
Folgende Features stehen auf meiner Wunschliste:
- Codeschloss für Türöffner
- Fingerprint-Scanner für Türöffner
- Türöffner über alle Nebenstellen-Telefone
- Gegensprechstelle (Nebenstellen-Anschluss)
- Videofunktion
* Bewegungsabhängig
* Streaming ins Netzwerk - Netzwerkfähig
- Info-Modul um Nachrichten zu hinterlassen
- Klingeltaster (im Touchscreen und in Edelstahlplatte)
- Hochwertiges Design (Edelstahl / Acrylglas)
Alle Türstationen der namhaften Hersteller haben eines gemeinsam – den extrem hohen Preis und die bescheidene Anbindung an andere Software,- Hardwarehersteller.
Wenn schon ein Fingerprintscanner den Preis in den vierstelligen Bereich treibt, kann man leicht erahnen wohin die Netzwerk-Variante führen würde. Zudem bieten mir die angebotenen Netzwerk, und Videofunktionen nicht die flexiblen Möglichkeiten, so wie ich sie mir wünsche.
Hier mein Versuchsaufbau (ca. 500€):
- Analoge Türsprechstelle
- Slimline-PC (17 Watt)
- 8″ Touchscreen
- USB Fingerprintscanner
- USB Webcam
Vor die größten Probleme stellte mich der Fingerprintscanner.
Drei (3!!!) Fingerprintscanner (Delock, ELV) flogen als “untauglich” zurück in die Bastel-Kiste. Bei allen Scannern bei welchen man mit dem Finger über die Sensorfläche streicht, funktionierte die Erkennung nicht zuverlässig und die Authentifizierung wurde deshalb sehr schnell zur Geduldsprobe. Bei Kauf Nr. 4 landete ich beim Scanner von DigitalPersona. Dieser Scanner erkannte den Fingerabdruck immer auf Anhieb.
Als Visualisierung kommt eine Delphi-Applikation zum Einsatz. Ursprünglich sollte an der Haustür eine Runtime von Siemens WinCC Flexible laufen. Leider kann ich aber in WinCC den Fingerprint-Scanner nicht einbinden und musste auf Delphi ausweichen. Die Delphi-Applikation kommuniziert dann über Modbus TCP direkt mit dem Wago-Controller.
Jetzt fehlt nur noch die optische Gestaltung der Frontblende. Diese sollte ursprünglich aus 5mm Polycarbonat in Milchglasoptik hergestellt werden. Durch den Milchglaseffekt sieht man leider auch die Schatten der dahinter verbauten Komponenten, was dann einfach unschön wirkt. Deshalb wird die Front wohl in 2mm Edelstahlblech eingefasst.
Sobald der Aufbau abgeschlossen ist, werden die fertigen Bilder hier veröffentlicht. (Ich hoffe bald!)
Tags: Automatisierung, Delphi, Hardware, Haussteuerung, Konzept, Modbus, Programmierung

04. Juni 2009 at 16:27
Bei den Fingerprintscannern bin ich skeptisch. Ein Freund hat einen am Laptop, der nach einiger Zeit kaum mehr funktioniert hat. Das Problem: Er geht gerne klettern und dadurch sind die Abdrücke wahrscheinlich für den Scanner unleserlich geworden. Nur darauf sollte man sich also nicht verlassen
.
07. Juni 2009 at 20:03
Hallo Tom, grundsätzlich hast Du recht. Ich werde mich auch nicht ausschließlich auf den Fingerprintscanner verlassen. Dazu hab ich einfach schon zu viele negative Erfahrungen gemacht. Solange das Ganze gut funktioniert kann man den Scanner ja nutzen. Falls nicht, bleibt die Alternative über den Touchscreen um den Türöffner passwortgeschützt zu aktivieren.
Auch sollte man irgendwo noch einen “herkömmlichen” Schlüssel deponieren, um bei einem Stromausfall nicht vor der Tür auf die Behebung der Störung warten zu müssen.
11. Juni 2009 at 13:27
Aber nicht den Schlüssel unter den Blumentopf am Fensterbrett neben der Türe liegen
. Dann hilft die ganze schöne Sicherheitselektronik nichts mehr
.